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African Heat

African Heat
von Marcel Sturm

Spotifys Playlist bekommt ein Make-over

African Heat, Spotifys Aushängeschild-Playlist für afrikanische Musik, bekommt ein neues Gesicht und schlägt ein neues Kapitel für die wichtigste Adresse der Plattform, und womöglich die wichtigste Adresse in der nicht-afrikanischen Welt überhaupt, für afrikanische Musik auf.

Die Playlist, die über eine Millionen Follower:innen auf der Plattform sammeln konnte, hat sich zu einem der führenden Vehikel für afrikanische Musik entwickelt und kann somit ein neues streaming-affines Publikum erreichen. Indem sie den Hörer:innen hilft, neue und zukünftige afrikanische Hits zu entdecken, ist sie auch zu einem Bindeglied geworden, das Fans der Musik des afrikanischen Kontinents durch die gemeinsame Liebe zu diesen ikonischen Klängen verbindet und ein Gemeinschaftsgefühl unter den Liebhaber:innen afrikanischer Musik fördert.

Mit dem gestiegenen globalen Wert und der Aufmerksamkeit, die afrikanische Musik genießt, sowie den zunehmenden Spuren, die ihre Künstler:innen auf Bühnen in der ganzen Welt hinterlassen, hat African Heat seit dessen Erstellung einige der wichtigsten Songs und Momente des Kontinents ins Rampenlicht gerückt und geltend gemacht. Seit 2018 hat African Heat unter anderem dazu beigetragen, dass große Hits wie Ckay’s „Love Nwantiti“, Wizkid’s „Essence“ und DBN Gogo’s „Love and Loyalty“ entstehen konnten. Die Playlist enthält Musik aus allen Ecken des Kontinents und bietet auch eine demokratische Plattform für aufstrebende Talente.

Die überarbeitete Playlist soll sich darauf konzentrieren, die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein innerhalb der afrikanischen Kreativ- und Hörergemeinschaften zu fördern. Inspiriert von öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem ganzen Kontinent, repräsentiert das Rebranding der Playlist visuell die Bewegung und emotionale und kulturelle Transportfähigkeit der Musik in ganz Afrika und darüber hinaus.

Um das Image von African Heat als Vehikel weiter heraufzubeschwören, wird die Playlist eine neue visuelle Identität mit einer aktualisierten Version des mittlerweile bekannten Covers tragen, das einige der größten Stars des Kontinents gezeigt hat. Ebenso wurde das Namensdesign der Playlist überarbeitet und versucht afrikanischer zu gestalten.

Die Kampagne wird auch Beiträge und Gespräche mit einigen der aufregendsten aufstrebenden und etabliertesten Künstler:innen Afrikas sowie Live-Elemente enthalten, um die erneuerte Playlist zum Leben zu erwecken und die Zuhörer:innen zu begeistern. Darüber hinaus werden die Spotify-Daten der angesagtesten „African Heat“-Künstler:innen der letzten 90 Tage präsentiert und es werden Einblicke in ihre Popularität und Reichweite gegeben. Nach den Erkenntnissen des Unternehmens kamen die Nutzer:innen, die African Heat in den letzten drei Monaten gestreamt haben, hauptsächlich aus den USA, Großbritannien, Nigeria, Frankreich, Kenia, Deutschland, den Niederlanden, Kanada, Südafrika und Ghana. Ebenso können Informationen erhalten werden, welche Künstler:innen am meisten aus der Playlist gestreamt wurden.

Sängerin Tyla ziert zur Veröffentlichung von „Truth or Dare“ das Playlist-Cover von African Heat

Tyla ist eine aufstrebende Künstlerin aus Johannesburg, die zur Veröffentlichung ihres neuen Songs „Truth or Dare“ das Cover der Playlist „African Heat“ zierte. Die gebürtige Südafrikanerin startet international gerade mit ihrer „amapiano“-Musik voll durch. Mit „Water“ präsentiert sie dabei einen astreinen Ohrwurm und weltweiten Hit. In der Nominierungszeremonie für die Grammy Awards 2024, verdiente sich Tyla sogar eine Nominierung in der Kategorie “Best New Artist”.

Der Song „Water“ wurde Ende Juli releast und wird seitdem immer beliebter. Nachdem der Song auch Teil einer Dance-Challenge auf TikTok geworden ist, platzierte sich „Water“ in zahlreichen internationalen Single-Charts, wie zum Beispiel in Großbritannien auf Rang 4. Aber auch hierzulande ist die Nummer gut dabei gewesen und erreichte Platz 25 der offiziellen deutschen Single-Charts. Ebenso wurde Platz 10 in den US-Billboard-Charts erreicht.

Das liegt wohl vor allem an der Präsenz ihrer Stimme. Tyla versteht es, einen entspannt tanzbaren Vibe zu transportieren. Zusammen mit Produzent Sammy Soso erzeugt die 21-Jährige eine zurückgelehnte Atmosphäre, die aber auch eine verführerische Wirkung erzeugen kann. Dafür sorgen neben klassischen Sound-Elementen aus Pop und R&B vor allem gezielt unterlegte Afrobeats. Zudem unterstreichen Synthies den spätsommerlichen und träumerischen Vibe.

Dabei können die Hörer:innen vieles über Dynamiken zwischen zwei Individuen in einer Beziehung lernen. Im Song sucht eine Partei nach einer Zeit der Distanz wieder Bestätigung oder Versöhnung. Der Song befasst sich mit Themen wie Selbstwertgefühl, Wachstum und der Frage nach der Authentizität der Zuneigung oder der Absichten einer Person. Ein Part fordert die andere Person heraus, sich mit ihren vergangenen Handlungen und Emotionen auseinanderzusetzen sowie die Veränderungen im Leben und in der Einstellung anzuerkennen. Darüber hinaus stellt der Song die Aufrichtigkeit von Fürsorge und Zuneigung in Frage und hebt die Komplexität von Beziehungen und die Unsicherheiten hervor, die entstehen, wenn Vertrauen auf die Probe gestellt wird. Letztendlich ist der Song eine Reflexion über die persönliche Entwicklung und das Erkennen des eigenen Wertes.

Can’t handle what I am now / You’re a fan now / And I’m not what I was / So tell me, are you down now? / ‘Cause I’m up now / So, let’s play truth or dare / Dare you to forget / That you used to treat me just like anyone / Truth or dare

Marcel Sturm (29) ist Studierender der Populären Musiken und Medien im 5. Semester und bei akono im Herbst und Winter 2023 als Praktikant im Magazin tätig.

Bild im Header: unsplash

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