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Kenya, let’s dance

Kenya, let's dance
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Balletttänzerinnen in Kibera, Nairobi

Das Viertel Kibera liegt am Rande der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Es ist vor allem für den schwierigen Lebensbedingungen seiner Einwohner:innen bekannt: Schulabbrüche, Schwangerschaften bei Minderjährigen, Vergewaltigungen und finanzielle Schwierigkeiten gehören zum Alltag. Dass es in Kibera eine lebendige Kulturszene gibt, darüber wird seltener gesprochen. Dazu gehören zum Beispiel Ballettkurse, die von vielen Jugendlichen gern angenommen werden. Die folgende Reportage hat die Kurse besucht und Jungen und Mädchen getroffen, die fest daran glauben, durch das Tanzen der Armut ihrer Elternhäuser entfliehen zu können.

Die sechszehnjährige Elsy lebt mit ihrer Mutter und den beiden Geschwistern auf engstem Raum. Das Dach tropft, und die Wände sind so dünn, dass man jedes Gespräch der Nachbarn mithört. Etwa 300.000 Menschen leben in Kibera unter ähnlichen Bedingungen. Elsy möchte dieser Lebenssituation entkommen. Und sie weiß auch schon, wie: durch Ballett. Mit acht Jahren kam sie erstmals damit in Berührung. Anfangs konnte sie wenig mit der langsamen westlichen Musik, die sich so sehr von den afrikanischen Rhythmen unterscheidet, anfangen. Heute aber liebt Elsy Ballett. Initiiert werden die Kurse von zwei Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, vor allem Kindern und Jugendlichen mittels Kunst einen Ausweg aus dem harten Alltag zu bieten. Neben Ballett gibt es Kurse für Theater, Akrobatik, Gesang und Kunsthandwerk. Doch das Geld ist knapp und die Angebote begrenzt. Außerdem fehlen geeignete Trainingsmöglichkeiten. So engagiert sich Elsy zum einen in Spendenauftritten dafür, Geld für weitere Kurse zu sammeln. Zum anderen verfolgt sie ihren persönlichen Traum. Denn sie weiß, dass es am Ende nur die Besten schaffen werden.

Hier geht es zur Website der Organisation, die Kunstprojekte für Kinder in Kenia und Malawi organisiert.

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